Vorhangfassaden und Ihre Möglichkeiten

Große Glaswände für den Freischwebe-Effekt

Vorgehängte Fassaden vereinen erstaunliche Optik, eine hohe Bau-Qualität und höchste technische Anforderungen, um riesige Glaswände erzeugen zu können. Heutzutage begegnet man Fassaden aus Glas immer häufiger, stellen sie doch schließlich die perfekte Lösung dar, um Innen- und Außenraum quasi nahtlos miteinander zu verbinden. Neben hinterlüfteten Fassaden ist die Vorhangfassade dabei eine der häufigsten und flexibelsten Konstruktionsweisen. Ob großes Bürogebäude oder modernes Eigenheim – Vorhangfassaden werden für Immobilien aller Art verwendet und hinterlassen einen markanten ersten Eindruck.

Verschiedene Bauweisen für Vorhangfassaden

Gläserne Vorhangfassaden, auch curtain walls genannt, wurden bereits im 19. Jahrhundert in Repräsentations- und Industriebauten eingesetzt. Ihre frühsten historischen Wurzeln liegen in den Vereinigten Staaten, doch auch in Deutschland können Sie die Spuren der ersten Vorhangfassaden entdecken, zum Beispiel am Bauhaus Dessau.
Die besonderen Fassadensysteme fallen unter die europäische Produktnorm DIN EN 13830: Diese sieht Vorhangwände als selbstragende Fassaden, die dem Tragwerk vorgehängt sind. Sie müssen also ihre gesamte Eigenlast tragen.
Entscheidet man sich für eine Fassade, die der Außenwand vorgehängt ist, genießt man in mehreren Bereichen wesentliche Vorteile. Die tragende Hausfassade bietet im günstigen Fall Schutz vor:

  • Schutz vor starken Winden und Frost
  • Schutz vor Schlagregen und Feuchtigkeit
  • Schallschutz
  • Schutz vor UV-Strahlung
  • Schutz vor Schadstoffen in der Luft
  • Wärmeschutz und Verbesserung der U-Werte

Die Vorhangfassade ist nicht mit der hinterlüfteten Vorhangfassade (VHF) zu verwechseln, obwohl diese ebenfalls mithilfe einer Unterkonstruktion der Außenwand/ Fassade vorgehängt wird.

Dagegen werden hinterlüftete Fassaden im Englischen als rainscreen bezeichnet: Sie nutzen den Zwischenraum zwischen Vorhangfassade, Unterkonstruktion und Mauerwerk sowie einen Dämmstoff, um den Klimahaushalt zu regulieren und Feuchtigkeit abzutransportieren. Eine mehrgeschossige Fassade kann wiederum in verschiedenen Bauweisen realisiert werden:

Die Pfosten-Riegel-Fassade

Mithilfe dieser Konstruktionsmethode können überaus filigrane und elegante Glasfassaden produziert werden. An senkrecht stehende Pfosten, über welche die Last abgetragen wird, sind horizontal liegende Riegel angeschlossen.

Diese Pfosten und Riegel stehen außen hervor und machen Teil des Charmes dieser Bauart aus. Der Zwischenraum ist mit Glasscheiben ausgefacht, die von horizontalen und vertikalen Pressleisten gehalten werden.

Als tragende Konstruktion bieten sich unter anderem Holz, Metall, Aluminium, eine Kombination aus beidem oder Stahl an. Sie sorgt für einen geringen Aufwand bei der Montage vor Ort oder teilweise auch im Werk.

Elementfassade

Elementfassaden werden bereits im Werk vorgefertigt und bilden einen vollständigen Raumabschluss. Diese „All-in-one“-Bauteile werden vor der Rohbauebene angeordnet und beinhalten alle benötigten Bauteile in einem einzigen Element, wie zum Beispiel teilweise öffenbare Felder.


Hochwertig verarbeitetes Material für elegantes Design

Glasfassaden versprechen 365 Tage im Jahr beeindruckende Aussichten auf die Lichter der Stadt, den grünen Garten oder das Naturerlebnis der umliegenden Landschaft. Profitieren Sie von dem hohen Lichteinfall und sparen Sie an künstlicher Beleuchtung.

Nicht ohne Grund sind Fassaden aus Glas bei Architekten so beliebt: Die Glasscheiben lassen Räume offen und weiträumig erscheinen. Hochmoderne Technik und exzellente Qualität sorgen nicht nur für ein angenehmes Wohngefühl im Innenraum, sondern schützen auch vor Überhitzung im Sommer und Wärmeverlust im Winter.

Eine gläserne Fassade bietet sich für Hausbesitzer an, die einen unvergesslichen ersten Eindruck hinterlassen und ihr Haus kreativ nach Maß gestalten wollen.

Ob mit schräg gesetzten Gläsern, individuell bedruckt oder nach Ihren Gestaltungswünschen in verschiedenen Farben eingefärbt – Glasfassaden lassen keine Wünsche offen.

Aluminium – ein langlebiges Material

Vorhangfassaden mit tragenden Elementen aus Aluminium sind besonders wetterfest und langlebig: Denn eloxiertes Aluminium ist nicht rostanfällig und hält sowohl Wind als auch Regenfällen und Frost stand.

Das Material lässt sich bei Reinigungen und Sanierungen mit nur geringem Aufwand von Verschmutzungen befreien und strahlt eine schlichte, moderne Eleganz aus.

Die Auswahl an Farben ist bei Alu immens: So stehen beispielsweise die Töne der RAL- und der NCS-Palette offen, ebenso wetterfeste Folien, die dem Metall eine Holz-Optik verleihen.

Holz und Aluminium – in Kombination unschlagbar

Witterungsbeständiges, tragfähiges Aluminium außen und das gemütliche Flair von Holz im Inneren – diese beiden Materialien kombinieren sich bei Fassaden-Konstruktionen zu einer äußerst vorteilhaften Verbindung.

Das Aluminium schützt vor Wind und Wetter und bietet Sicherheit vor Einbrüchen, während das warme Holz, beispielsweise Lärche, die Fassadendämmung verbessert und Energiekosten senkt.

Die Alternative Structural Glazing

Diese Glasfassade bedient sich einer außergewöhnlichen Art der Verglasung, bei welcher die Glasscheiben miteinander verklebt und die Dichtungen aus Kunststoff-Silikon gefertigt werden. Die Verklebungen halten die Glasscheiben sicher an Ort und Stelle. Sie tragen auch Lasten ab, die durch Winde, Erdbeben und Sog entstehen, während die Eigenlast durch eine verdeckte Mechanik aufgefangen wird.

Structural Glazing (SG) ist eine auffallend andere Art der Konstruktion, bei der die Glasflächen ineinander überlaufen zu scheinen und eine einmalige Optik bieten.

Auch hier können die Gläser bedruckt, eingefärbt und der Kunststoff in verschiedenen Farben bestellt werden.


Vorhangfassade oder Fassadenverkleidung?

Die Entscheidung, wie man seine Fassade effektiv vor Wind und Wetter schützt, sollte wohlüberlegt sein: Denn die Außenwand eines Gebäudes ist beständig den Elementen ausgesetzt und wesentlicher Bestandteil der Immobilie. Die richtige Wahl der Fassade kann die Langlebigkeit von Außenwand und Bausubstanz drastisch erhöhen.

Im Vergleich zwischen einer an der Außenwand vorgehängten Fassade und einer Fassadenverkleidung sollten Sie sowohl die jeweiligen Vorteile als auch Ihre eigenen Gestaltungswünsche beachten.

Vorgehängte Fassaden aus Glas bieten Schutz vor dem Wetter, sind mit nur geringen Aufwand montierbar und senken den Energieverlust. Fassadenverkleidungen hingegen eignen sich zur Vermeidung von Schimmelpilzen und können im Nachhinein leicht wieder ausgetauscht werden. Außerdem muss bei Fassadenverkleidungen die Dämmung meist noch zusätzlich hinzugefügt werden. Dies verursacht zusätzlichen Aufwand, wie zum Beispiel die Auswahl und Montage des richtigen Dämmstoffes, und Kosten.

Fassadenverkleidungen können aus Fassadenplatten Holz, Stein, Metall oder auch Fassadenplatten aus Kunststoff bestehen. Dabei bieten besonders Fassadenplatten aus Kunststoff die Möglichkeit zur Auswahl verschiedener Farben. Die Verwendung von natürlichen Materialien ist jedoch selbstverständlich nachhaltiger als Kunststoff.

Für Fassadenplatten aus Holz gilt: Günstig kaufen heißt meist doppelt kaufen – Fassadenplatten zu höheren Preisen halten der Witterung wesentlich besser stand. Es gilt jedoch zu bedenken: Wer das Holz nicht behandelt, muss mit Verfärbungen rechnen. Behandeltes Holz sollte daher regelmäßig gestrichen werden. So haben Fassadenverkleidungen aus diversen Materialien die verschiedensten Vor- und Nachteile.

Wir bei der Neuffer Fenster + Türen GmbH sind von der hochwertigen Qualität und den Vorteilen unserer Vorhangfassaden in unserem vielfältigen Angebot überzeugt und bieten dafür keine Fassadenverkleidungen zum Verkauf an.


Efferktive Fassadendämmung für den Energieerhalt

Eine hochwertige Wärmedämmung spart nicht nur Energiekosten, sondern kann auch durch Fördermittel, beispielsweise seitens der KfW, mitfinanziert werden. Deshalb lohnt es sich auf lange Sicht, eine Dämmung zu montieren.

Wer während der Sanierung seines Hauses die Dämmung in die Planung einbezieht, spart Kosten und Zeit.

Im Gegensatz zur hinterlüfteten Fassade kommen bei vorgehängten Hausfassaden keine Dämmstoffe zum Einsatz. Die hinterlüfteten Vorhangfassaden werden dagegen meist mit Mineral- oder Steinwolle gedämmt.

Wer sich noch zusätzlich vor Sonneneinstrahlung schützen möchte, kann auch spezielle Sonnenschutz-Glasscheiben einbauen lassen.

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