Ein Wintergarten lebt vom Glas – das ganze Jahr

Die Verglasung eines Wintergartens sorgt nicht nur für Licht, freie Sicht und eine verbesserte Lebensqualität mit mehr Nähe zur Natur, sie schützt auch gegen Wind und Wetter. Neben den tragenden Konstruktionen spielt sie also eine zentrale Rolle: Besonders im Wohnwintergarten müssen durch die Verglasung Wärmeverluste während der Heizperiode verhindert werden. Auch Schallschutz, Durchbruchhemmung, Absturzsicherung sowie Einbruchschutz und Sonnenschutz müssen berücksichtigt werden. Hierfür kommen sogenannte Funktionsgläser zum Einsatz: Diese sind nicht nur für Wintergärten vorteilhaft, sondern auch für viele Arten von Glasdächern, zum Beispiel bei Carports und Terrassenüberdachungen.

Glas ist nicht gleich Glas – unterschiedliche Funktionen für Ihr Wintergarten-Fenster

In der EnEV 2014 ist festgelegt, welchen Anforderungen das Glas für Neubauten, Erweiterungsbauten oder Modernisierungen entsprechen muss. Mit Hilfe hochwertiger Beschichtungen, Gasfüllungen oder mehreren Scheiben können Doppel- und Dreifach-Verglasungen heutzutage eine Dämmung erreichen, die die Vorgaben der aktuellen EnEV sogar noch übertreffen. Bei den Funktionsgläsern gibt es dagegen diverse Vorteile, die Sie für Ihren Wintergarten ausnutzen können.

Dazu gehören neben Wärmeschutzglas: selbstreinigendes Glas, Schallschutzglas, Einbruchschutz-, UV-resistentes, thermo- und elektrochromes Glas sowie Glas, das seine Transparenz verändern kann. Es lassen sich auch verschiedene Funktionen in einem Fenster miteinander kombinieren, z.B. Sicherheit, Sonnenschutz und Selbstreinigung. Allerdings gibt es auch Grenzen der möglichen Angebote und Kombinationen: Beispielsweise lassen sich Schall-, Wärme- und Brandschutz nicht miteinander kombinieren. Konzentrieren Sie sich also auf die wesentlichen Faktoren, die für Ihren Wintergarten erheblich sind.

Beispiel: Besonders hohe Schallschutzanforderungen können nur mit einer geringeren Wärmedämmung erfüllt werden. Daher sollten Sie sich für den in Ihrem Fall wichtigeren Aspekt entscheiden.

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Durchbruchhemmung & Einbruchschutz

EINSATZORT

Verbundsicherheitsglas (VSG Glas) als Standard für Überdachungen vorgeschrieben Einscheibensicherheitsglas (ESG) für erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit

Vorteil
  • VSG- Scheiben auch in Seitenteilen als Einbruchschutz
  • Bei Durchbruch bleiben Scheiben an der mitverarbeiteten Folie kleben

Stegvierfachplatte

Ug-WERT

1,7 W / m2K

EINSATZORT

Überdachung v.a. für Kaltwintergärten, Carports oder Vordächer

Vorteil
  • Mehrere Hohlkammern, Sonnenschutz-Beschichtung möglich
  • Tageslicht wird ins Innere gelenkt (kein klarer Durchblick)
  • Geringes Gewicht, leicht zu reinigen, vielseitig einsetzbar

WARME KANTE

(nicht wärmeleitfähiger Randverbund)

EINSATZORT

Überdachung v.a. für Kaltwintergärten, Carports oder Vordäche

Vorteil
  • Mindern von Wärmeleitfähigkeit
  • Mondern von Kondensatbildung

Was ist selbstreinigendes Glas?

Fenster mit selbstreinigendem Effekt verleihen Wintergärten eine noch höhere Komfort-Qualität. Denn gerade bei ihnen ist es häufig sehr schwer, an das Glasdach oder verwinkelte, erhöhte Glasscheiben zu kommen. Diese Gläser funktionieren in zwei Schritten:
 

  1. Photokatalyse: Der Selbstreinigungsprozess wirkt bei organischen Verschmutzungen wie z.B. Harz, Vogelkot, Blütenstaub, Wasserflecken, usw. Die Beschichtung auf der Außenseite nutzt das auf die Scheibe treffende Tageslicht, um Verschmutzungen zu zersetzen.
    Zudem wird eine Verbindung von Schmutz und Glasoberfläche vermieden. Diese Reaktion funktioniert nur in Zusammenhang mit Tageslicht. Dies kann auch bei bestehenden Verglasungen nachträglich mit einem Bedampfungsverfahren erzeugt werden.
  2. Hydrophiler Effekt: Regenwasser verteilt sich auf der Beschichtung ganzflächig und spült den gelösten Schmutz komplett rückstandsfrei und ohne Fleckenbildung ab.
    Der hydrophile Effekt funktioniert nur im Zusammenspiel von Licht und Regen und sollte vom Regen möglichst ganzflächig erreicht werden. Dächer bei Wintergärten oder auch Terrassenüberdachungen Erfüllen diese Anforderung aber meistens leicht, da sie oft freistehend sind.

Unterschiede im Sommer und Winter

Da der Sonnenstand und die Sonnenscheindauer im Sommer und Winter sehr unterschiedlich sind, kommen dem g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) und dem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) einer Verglasung je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedeutungen zu.

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch das Glas von innen nach außen verloren geht, während der g-Wert anzeigt, wie viel Prozent der Sonnenenergie durch das Glas von außen nach innen gelangt.

Ein hoher g-Wert bedeutet also einen hohen Energiegewinn. Dies ist im Winter besonders wichtig, um die Heizkosten niedrig zu halten. Im Sommer führt dieser Wert aber dazu, dass zusätzliche Belüftung und Sonnenschutzmaßnahmen erforderlich werden.

Ein niedriger U-Wert sorgt für gute Isolierung und geringen Wärmeverlust. Im Winter ist dies zwar erwünscht, im Sommer braucht der Wintergarten dafür aber länger, um sich abzukühlen.

Wintergarten – der Kosten-Faktor

Der Preis für eine Wintergarten-Verglasung ergibt sich anhand von Material, Montage, Größe und Arbeitsaufwand. Spezielle Beschichtungen und Funktionen werden separat dazugerechnet.

Ob es nun Kunststoff, Aluminium- oder Holzfenster oder feste Verglasungen sind, jede Lösung beinhaltet einen anderen Preis. Diesen berechnen wir bei neuffer.de gerne mit Ihnen.

Zusätzlich kommt es auf die Planung der Heizung, der Beschattung und auch auf bauliche Gegebenheiten an.

Wir erstellen für Sie ein persönliches Angebot für den Anbau Ihres Wintergartens.

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